Häufige Fragen Abwasser

Allgemeines

Die zentrale Beseitigung von Schmutzwasser erfolgt über ein Leitungsnetz. An dieses sind sämtliche anliegenden Gebäude angeschlossen. Das Schmutzwasser gelangt mittels Pumpen und Freigefälle in Kläranlagen, wo es gereinigt und dem Wasserkreislauf zugeführt wird. Die zentrale Schmutzwasserbeseitigungsanlage endet an den Grundstücksgrenzen. Ihr Revisionsschacht auf Ihrem Grundstück gehört nicht mehr dazu.

Dezentral werden alle Grundstücke schmutzwasserseitig entsorgt, die nicht am zentralen Netz anliegen. Hier kommen Kleinkläranlagen und abflusslose Sammelgruben zum Einsatz, die von den Grundstückseigentümern betrieben werden. Im Auftrag der Betreiber werden die Anlagen geleert und der Fäkalschlamm abgefahren. Er wird anschließend in Kläranlagen behandelt.

Ein Absetzzähler, auch Gartenzähler genannt, misst die Wassermenge, die Sie im Garten verbrauchen. Da es zur Bewässerung genutzt wird, fließt kein Wasser in die Kanalisation. Die Wassermenge wird daher nicht, wie üblich, zur Berechnung der Abwassermenge herangezogen.

Ein Zusatzzähler ist für solche Kunden verpflichtend, die ihren Brunnen für die Hauswasserversorgung nutzen und damit hausinterne Geräte betreiben (z.B. Waschmaschine, Toilettenspülung). Selbstverständlich wird diese Wassermenge nicht in Rechnung gestellt. Sie zahlen darauf aber Abwassergebühren, da das entstehende Schmutzwasser dem Kanalnetz zugeführt und gereinigt wurde.

 

Abrechnung

Die Grundlagen bilden die Satzungen des Verbandes. Die Satzungen finden Sie hier: AWZ Elbe-Fläming, AZV Möckern, TAWZ Ehlegrund.

Deutsche Bank

IBAN: DE97 8107 0000 0142 6808 00                      

BIC: DEUTDE8MXXX

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IBAN: DE05 8009 3574 0103 5101 82                      

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Hausanschluss

Der Hausanschluss verbindet das Grundstück mit der öffentlichen Kanalisation. Er endet an der Grundstücksgrenze und ist Bestandteil der öffentlichen Kanalisationsanlage. Ihr Revisionsschacht gehört nicht zum Hausanschluss sondern Ihnen als Grundstückseigentümer.

Sobald ein Grundstück dauerhaft genutzt wird, besteht ein Anschlusszwang an die anliegende Kanalisation, insofern sie betriebsbereit vorhanden ist. Dieser Anschluss verpflichtet dazu, sämtliches anfallendes Schmutzwasser in das öffentliche Netz abzuführen.

Zunächst benötigen Sie eine Entwässerungsgenehmigung bzw. eine Änderungsgenehmigung. Sie sind im Regelfall mindestens einen Monat vor dem geplanten Baubeginn des Anschlusses schriftlich beim Verband zu beantragen.

Der Verband entscheidet, ob und in welcher Weise das Grundstück anzuschließen ist. Vor Erteilung der Entwässerungsgenehmigung darf mit der Herstellung oder Änderung der Grundstücksschmutzwasseranlage nur begonnen werden, wenn und soweit der Verband sein Einverständnis gegeben hat.

Reichen Sie Ihren Antrag bei der Heidewasser GmbH oder in Ihrem zuständigen Meisterbereich ein. Hier stehen wir Ihnen persönlich, telefonisch innerhalb unserer Servicezeiten sowie per E-Mail zur Verfügung.

 

Diese benötigen wir zur Berechnung der monatlichen Grundgebühr sowie der Höhe der Abschläge. Dabei berücksichtigen wir sämtliche Wohneinheiten und / oder Gewerbebetriebe auf der Entsorgungsstelle.

 

Kanalwissen

Ist die Kanalisation überlastet, laufen die Kanäle voll. Steigt der Wasserpegel dann über die Straßenoberkante (Rückstauebene), drückt das Wasser über offene Abwasserstellen, die unterhalb der Ebene liegen, zurück ins Haus. Das kann der Bodenablauf im Waschkeller, der Waschmaschinenablauf, eine Toilette, eine Dusche oder das Waschbecken sein – ein Rückstau entsteht.

 

Da aus wirtschaftlichen Gründen öffentliche Misch- und Regenwasserkanäle nicht für jedes Starkregenereignis dimensioniert werden, kann Rückstau jederzeit entstehen. Darüber hinaus können Rohrbrüche, Kanalschäden, Verstopfungen, Betriebsausfälle in Pumpwerken oder Hochwasser (dabei drückt das Wasser vom Vorfluter in die Kanäle) zu Rückstaus führen.

Sie können Ihr Haus mit einer Abwasserhebeanlage vor den Folgen eines Rückstaus schützen. Derartige Anlagen pumpen das Abwasser aus dem tiefer gelegenen Haus in den Abwasserkanal. Alternativ zur Hebeanlage können auch Rückstauverschlüsse verwendet werden, die über elektrisch oder mechanisch betriebene Klappen die Hausinstallation vom Kanal trennen. Das funktioniert aber nur, wenn ein Gefälle zum Kanal gegeben ist und mindestens noch ein weiteres WC oberhalb der Rückstauebene zur Verfügung steht.

Die Bauart von Hebeanlagen und Rückstauverschlüssen hängt wesentlich davon ab, ob Fäkalien im Abwasser enthalten sind. Bei fäkalienführenden Leitungen dürfen keine Rückstauverschlüsse mit manuellem Verschluss eingesetzt werden (wie Pendelklappen), sondern es sind Klappen einzubauen, die im Normalzustand immer geöffnet sind, damit es nicht zur Verstopfung kommt. Nur elektrische Rückstauklappen können dies gewährleisten.

Das Deckelklappern ist ein Zeichen für Verschleiß. Es entsteht, wenn Metall auf Metall schlägt. Der meist gusseiserne Gullydeckel wird durch die mechanische Einwirkung darüber fahrender Autos bewegt und fällt in seine Metallfassung zurück. Spezielle Gummis zwischen Deckel und Einfassung sollen die Geräusche dämpfen. Doch besonders bei viel befahrenen Straßen sind diese schnell wieder verschlissen.

Bitte melden Sie sich im zuständigen Meisterbereich. Unsere Monteure können in den meisten Fällen kurzfristig Abhilfe schaffen bzw. einen Austausch der Abdeckung, falls nötig, veranlassen.

Alle zehn Jahre muss jeder Abwasserkanal auf Schäden wie Risse, Abplatzungen oder z.B. eingewachsene Wurzeln geprüft werden. So will es das Gesetz. Der Inspektion mittels Kamera-Befahrung geht eine gründliche Spülung voraus.

Gereinigt wird mit Wasser, das unter Hochdruck in die Kanäle geleitet wird und die Ablagerungen an der Kanalhülle löst. Vor allem Speisereste, Öl und Fett sowie sanitäre Abfälle können sich im Laufe der Jahre zu festen Krusten verbinden. 

Während der Druck größtenteils über die Straßenschächte ausgeglichen wird, entweicht er darüber hinaus auch über die Lüftungsleitungen (sog. Dachentlüftung) in den Häusern – insofern es welche gibt.

Sind sanitäre Anlagen nicht an eine Dachentlüftung angeschlossen, kann beim Absaugvorgang (das passiert nach dem Spülen) auch der Geruchsverschluss mit eingesaugt werden. In der Folge können Kanalgerüche aus den Rohren aufsteigen. Mit etwas nachlaufendem Wasser stellen Sie den Verschluss wieder her.